Menü

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Airport Charles de Gaulle, Paris -  Freitag 9. August 2013 – 9 Uhr: Da fing alles an! Endlich war es so weit – wir fuhren nach Berlin! Wir, das sind Marco und ich: Luco. Zwei Studenten an der Hochschule für Kommunikation „ISCOM“ in Paris. Wir haben die Möglichkeit bekommen, ein vier Monate langes Praktikum in Deutschland zu absolvieren.

Seit einigen Wochen bin ich also Praktikant bei den Berliner Wasserbetrieben in der Abteilung Unternehmenskommunikation. Mein Kumpel Marco dagegen absolviert sein Praktikum bei der BVG. Wir beide werden vier Monate Teil des jeweiligen Teams sein und versuchen, trotz der sprachlichen Barrieren unser Bestes zu geben. Für mich ist es mehr als nur eine Fahrt ins Ausland, für mich ist das die erste Chance, mir im Ausland etwas aufzubauen und  hier zu leben – in einem anderen Land, mit einer anderen Sprache. 

Berlin habe ich vor einem Jahr in meinen Ferien für mich entdeckt und es gefällt mir hier sehr gut. Deswegen habe ich mir das Ziel gesetzt, mein Deutsch weiter zu verbessern, um mich hier besser zurechtzufinden. Tatsächlich habe ich in der Schule und der Uni sieben Jahre Deutsch gelernt, aber natürlich eher theoretisch. Deshalb bietet das Praktikum eine ideale Möglichkeit, meine praktischen Kenntnisse zu verbessern.

Am ersten Tag hier in der Unternehmenszentrale traf ich die Leiterin der Abteilung, Frau Glücksmann. Schon der erste Kontakt mit ihr ließ meine anfänglichen Zweifel verschwinden. Und auch die erste Woche hätte mich kaum besser treffen können – die Kollegin, mit der ich zusammenarbeite, Christin, ist sehr nett und sehr geduldig trotz aller Fehler, die ich sprachlich noch mache – Vielen Dank nochmal Christin!

Gleich am ersten Tag hatte ich ein Meeting mit allen Mitarbeitern der Unternehmenskommunikation, dort werden regelmäßig aktuelle Themen besprochen. Mein erster Eindruck? Hektisch, förmlich, ein bisschen schwierig für mich, aber das ist ja der erste Tag. Mein Auftreten ist ein bisschen jämmerlich, aber ich kann trotzdem oft ein Lächeln in die freundlichen Gesichter der Kollegen zaubern. Ich bin glücklich, heute diesen Artikel zu schreiben, um den Kollegen besser zu erklären, wer dieser Franzose ist, den sie auf dem Korridor treffen und der über Umwege ins Unternehmen gefunden hat.

Im Laufe der ersten Tage und Wochen bekam ich einen guten Einblick, wie die Dinge hier in Deutschland funktionieren. Zum Beispiel beim Thema Berufsberatung. Ich durfte zusammen mit den Kollegen mit dem Wassermobil raus und auch auf Ausbildungsmessen mit. Eine gute Chance, mal zu sehen, ob die Berliner Wasserbetriebe als Ausbildungsbetrieb in Berlin attraktiv sind. Was ich dabei sehr interessant fand, war, dass sich meistens die Eltern über die Ausbildungsmöglichkeiten informieren und sich beraten lassen, statt die Jugendlichen selbst.

Die ersten Wochen sind jetzt vorbei und ich muss sagen, ich hab schon viel erlebt und gelernt… und ganz bestimmt werde ich in den kommenden Wochen noch viel mehr erleben!

Happy Birthday Nala!
Ziel erreicht!

Kommentar verfassen