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Seit fast 2 Jahren studiere ich nun schon bei den Berliner Wasserbetrieben BWL mit der Fachrichtung Industrie.

Im November 2016 fand an meiner Hochschule, der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR), der International Day statt. Auf dieser Infoveranstaltung konnte man sich über einen Semesteraufenthalt im Ausland informieren. Ich war sehr überrascht, dass es trotz unseres durchgetakteten Studiums die Möglichkeit gibt, die fünfte Theoriephase an der HWR durch ein Semester an einer Universität im Ausland zu ersetzen. Begeistert meldete ich mich am nächsten Tag für den HWR-internen Englischtest an, welcher eine Voraussetzung für die Bewerbung ist. Wohin ich zu diesem Zeitpunkt ins Ausland gehen wollte? – Keine Ahnung. Ich wusste nur, dass ich mir diese Chance nicht entgehen lassen wollte.

Eine ähnliche Auslandserfahrung hatte ich schon während eines High-School-Austauschjahres in Kanada gemacht und wusste genau, dass die Erfahrung auch dieses Mal unersetzbar sein würde. Und wenn ich ehrlich bin, reizt es mich auch später sagen zu können, dass ich mal im Ausland studiert habe.

In den nächsten Wochen durchstöberte ich die Webseiten von Hochschulen und Universitäten im Ausland. Meine Wahl fiel dabei auf eine Universität in der Weltstadt New York City, und so begann ich alle notwendigen Bewerbungsunterlagen zu organisieren. Außerdem stand noch ein wichtiger Termin mit meinem Ausbildungskoordinator und der Leiterin der Ausbildung an. Auf den Termin wollte ich mich gut vorbereiten, denn von ihm hing ab, ob ich überhaupt ein Auslandssemester seitens der Wasserbetriebe machen durfte. Das Gespräch verlief zum Glück erfolgreich und machte mir Mut für die weitere Planungsphase. Nachdem mir die positiven Ergebnisse des HWR-internen Englischtests vorlagen, hatte ich nun alle notwendigen Unterlagen für die Bewerbung zusammen.

Es war daher umso enttäuschender, als ich einen Tag vor der Abgabe meiner Bewerbungsunterlagen erfuhr, dass meine Wunsch-Universität in New York doch keine Studierenden mehr annehmen konnte. Nun musste ich also umdenken. Klar – ich hätte alles absagen können und mit dem Gedanken habe ich ehrlich gesagt auch ein paar Mal gespielt, aber letztlich war mein Wunsch größer als der Rückschlag. Also entschied ich, durch die Empfehlung der HWR, mich für einen Platz an der Drexel University in Philadelphia zu bewerben.

Schon wenige Tage später erhielt ich die Bestätigung der Nominierung durch die HWR. Ich war zunächst erleichtert und konnte mich dennoch nicht voll freuen. Denn nun galt es die nächste Hürde zu bewältigen: Ich musste mich nämlich jetzt noch einmal direkt bei der Drexel University bewerben. Unter anderem war diesmal ein international anerkannter Englischtest notwendig. Ich hatte also neben den Prüfungen auch noch für einen vierstündigen Englischtest zu lernen. Das erforderte viel Disziplin und war teilweise sehr anstrengend. Meine Noten haben zum Glück nicht darunter gelitten.

Als ich endlich die Ergebnisse des Tests erhielt, war ich erleichtert. Jetzt konnte ich meine Bewerbungsunterlagen an die Universität schicken. Diesmal vergingen ein paar Wochen, bis ich eine Antwort erhielt – zum Glück eine Zusage. Klar habe ich mich darüber gefreut. Trotzdem war ich noch ein bisschen skeptisch, ob tatsächlich alles funktionieren würde, denn ich hatte immer noch nichts Konkretes in der Hand.

Nach vielen weiteren E-Mails, Telefonaten und ausgefüllten Formularen bin ich nun auf der Zielgeraden nach Philadelphia. Die Bewerbung für das Studentenwohnheim ist abgeschickt und die Unterlagen der Drexel University für meinen Visumsantrag sind angekommen. Ich habe meinen Stundenplan zusammengestellt und erste Vorbereitungen für meine Abreise getroffen. Die Anstrengungen werde ich im Guten in Erinnerung behalten, denn auch sie gehören dazu.

In fast zwei Monaten werde ich in Philadelphia studieren und ich kann nur sagen – jetzt freue ich mich riesig! Viele haben mich bei den Vorbereitungen unterstützt: meine Freunde, meine Familie und natürlich die Berliner Wasserbetriebe. Vielen Dank dafür!

Ich kann nur jedem raten, alle Chancen zu nutzen und die heutigen Möglichkeiten auszuschöpfen. Ja, manchmal erfordert es viel Einsatz und manchmal braucht man auch Unterstützung. Aber ich bin sicher, dass es sich dann am Ende auf jeden Fall lohnt.

Ich werde in einem nächsten Blogbeitrag auf jeden Fall weiter berichten, wie es mir in Philadelphia so ergeht. Bis dahin, macht`s gut!

Mein Auslandspraktikum in London

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